Breadcrumb

Sicherer Umgang mit Gasen

Sicherer Umgang mit Gasen

Umgang mit Gasen und Sicherheitshinweise

Sicherheit hat Priorität

Sicherheit steht bei jeder Aktivität an erster Stelle. Dementsprechend müssen beim Umgang mit Druckgasen und ihren Behältern eine Reihe von Regeln und Vorschriften beachtet werden. Die Handhabung umfasst alle Tätigkeiten mit Gasen in transportablen Druckgasbehältern, insbesondere den internen Transport, die Lagerung, die Lieferung, die Entleerung und den tatsächlichen Gebrauch der Gase sowie die Wartung und Reparatur.

Druckgasbehälter und Gasversorgungssysteme unterliegen der Druckgeräterichtlinie (97/23 / EG). Diese Verordnung ist seit dem 30. Mai 2002 in der gesamten EU verbindlich. In regelmäßigen Abständen müssen Sicherheitsanweisungen umgesetzt werden.

 

10 Regeln für den Umgang mit Druckgasbehältern:

Für den Umgang mit Druckgasflaschen gibt es zahlreiche relevante nationale und europäische Vorschriften und Regeln. Nachfolgend sind einige der für den Anwender wichtigsten Hinweise aufgelistet. Diese Auflistung orientiert sich an dem Sicherheitshinweis IGV-SH-04S-Rev1 des Industriegaseverbandes (IGV).

  1. Gefährdungsbeurteilung durchführen und Betriebsanweisung erstellen.
  2. Personal mind. jährlich über die Gefahren- und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Druckgasflaschen unterweisen. 
  3. Druckgasflaschen nicht werfen und beim Lagern und Gebrauch immer gegen Umfallen sichern. Das Anheben der Druckgasflaschen mit Hilfsmitteln (z. B. Krane, Ketten, Seile) an der Ventilschutzkappe oder dem Cage (Schutzkorb für das Flaschenventil) ist unzulässig. Die Ventilverschlussmutter (soweit vorhanden) muss korrekt befestigt sein.
  4. Produkt nur mit geeignetem Druckregler entnehmen, bei Anschluss Dichtung prüfen. Dichtungen sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Steigrohrflaschen mit unter Druck verflüssigten Gasen müssen ohne Druckminderer betrieben werden
  5. Druckgasflaschen vor gefährlicher Erwärmung (< 50 °C) schützen, lokale Erwärmung etwa durch offene Flamme oder Heizkörper vermeiden.
  6. Kein Umfüllen von Gasen in andere Druckgasflaschen, Rückströmungen verhindern.
  7. Kennzeichnungen (Aufkleber, Prägungen) nicht beschädigen oder entfernen. Manipulation an Druckgasflaschen ist verboten.
  8. Flaschenventile und Druckregler aus Sicherheitsgründen immer öl- und fettfrei sowie frei von Verschmutzungen halten. Druckgasflaschenventile und Armaturen nur von Hand betätigen (ohne Werkzeug) und langsam öffnen. Druckgasflaschenventile sind geschlossen zu halten, so lange kein Gas entnommen wird.
  9. Beschädigte Druckgasbehälter, z. B. mit Ventil-, Brand- oder mechanische Schäden, nicht benutzen, sondern kennzeichnen und Lieferanten sofort informieren.
  10. Transport von Druckgasflaschen nur mit zugelassenem Ventilschutz und mit ausreichender Sicherung gegen Verrutschen oder Umherrollen gesichert.

Weitere Informationen: 
https://www.industriegaseverband.de/download-file/igv-sh-04s-rev1zehnregelnmitdemumgangvondruckgasflaschen2018-07-15.pdf


TRBS 3145 / TRGS 745 Ortsbewegliche Druckgasbehälter - Füllen, Bereithalten, innerbetriebliche Beförderung, Entleeren 

TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern

TRGS 407 Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung

Individuelle Sicherheitsschulungen

Messer bietet in Ihrer Einrichtung individuelle Schulungen an, um Ihre Mitarbeiter in folgenden Themen zu schulen:

• Sicherer Umgang mit Gasflaschen
• Identifizierung von Gasen, Lagerung, interner Transport
• Mögliche Unfallursachen und deren Verhinderung
• Eigenschaften von Gasen
• Korrekter Umgang mit Druckreglern und Gasversorgungssystemen

Ziel dieser Schulungen ist es, den Anwendern unserer Produkte die wichtigsten Informationen zum sicheren Umgang mit Gasen anhand praktischer Erfahrungen zu vermitteln.


 

Spezialgase, Kalibriergase und Laborgase

Spezialgase, Kalibriergase und Laborgase

Messer – Ihr Spezialist für Spezialgase, Kalibriergase und Laborgase

Sicherheitswarnung - sauerstoffangereicherte Luft in Gesundheitseinrichtungen

Sicherheitswarnung

Gefahren durch sauerstoffangereicherte Luft in Gesundheitseinrichtungen

Die jüngsten Vorfälle in Gesundheitseinrichtungen geben Anlass, das Bewusstsein für Gefahren, die durch sauerstoffangereicherte Luft entstehen können, zu stärken – insbesondere während der COVID-19-Pandemie.

Die potenziellen Gefahren im Zusammenhang mit einer sauerstoffangereicherten Luft sind seit Langem bekannt. In mehreren EIGA-Publikationen werden Personen, die mit Sauerstoff arbeiten, über die damit verbundenen Brand- und Explosionsgefahren aufgeklärt.
Im Rahmen der COVID-19-Pandemie werden Patientinnen und Patienten vermehrt mit einer nasalen High-Flow-Sauerstofftherapie (HFNO) behandelt. Hierbei werden teilweise Durchflussmengen von bis zu 60 Litern Sauerstoff pro Minute erzielt. Desto mehr Stationen in Krankenhäusern für eine Sauerstoff- und insbesondere für eine HFNO-Behandlung ausgerüstet werden, umso größer ist die Gefahr, dass die eingesetzten Lüftungssysteme die Sauerstoffanreicherung in der Umgebungsluft nicht ausgleichen können.


All diese Faktoren tragen in Gesundheitseinrichtungen zu einem erhöhten Risiko der Sauerstoffanreicherung bei (dies entspricht einem Luftsauerstoffgehalt von über 23,5 %).
Neben der steigenden Sauerstoffkonzentration auf den Stationen besteht außerdem das Risiko, dass sich die Kleidung und das Bettzeug der Patientinnen und Patienten mit Sauerstoff anreichern. Materialien, die in der Umgebungsluft nicht brennen (einschließlich feuerhemmend imprägnierter Stoffe), können in mit Sauerstoff angereicherter Luft spontan brennen. Die Flammen sind wesentlich heißer und breiten sich mit großer Geschwindigkeit aus. Vorsicht ist auch bei der Verwendung von Cremes und Gelen insbesondere auf Kohlenwasserstoffbasis geboten; diese können den Brand fördern und die Lage wesentlich verschlimmern. Die Sauerstoffanreicherung in der Umgebungsluft kann von den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrgenommen werden. Schon eine geringe Zündungsenergie ist ausreichend, um einen Brand zu entfachen. Deshalb müssen sämtliche elektronische Geräte in der Umgebung von Patientinnen und Patienten entsprechend darauf geprüft werden, dass sie keine Funken erzeugen und damit Kleidung und Bettzeug in Brand setzen könnten.
Auch in Operationssälen ist Vorsicht geboten, insbesondere bei der Verabreichung von Sauerstoff bei gleichzeitigem Einsatz von heißen bzw. beheizten chirurgischen Geräten.
In Bereichen, in denen Sauerstoff eingesetzt wird, sowie in dessen unmittelbarer Umgebung ist ein Verbot von offenem Feuer und Rauchen (einschließlich E-Zigaretten) zu verhängen.
Schlussfolgerungen


Während der COVID-19-Pandemie besteht ein erhöhtes Risiko von sauerstoffangereicherter Luft in Gesundheitseinrichtungen. Obwohl die von Sauerstoff ausgehenden Gefahren seit Langem bekannt sind, möchte die EIGA alle Gesundheitseinrichtungen erneut auf die Risiken hinweisen und Vorsichtsmaßnahmen empfehlen.

Faktoren, die zu einer Erhöhung des Risikos einer Sauerstoffanreicherung beitragen, sind:

  • die nasale High-Flow-Sauerstofftherapie mit Durchflussmengen von bis zu 60 Litern pro Minute
  • ein erhöhtes Patientenaufkommen 
  • neue, zusätzlich eingerichtete „Nebenstationen“ ohne geeignete Lüftungssysteme
  • Elektrogeräte in der Umgebung der Patientinnen und Patienten, die nicht ausreichend auf Funkenbildung geprüft wurden

Zu den Vorsichtsmaßnahmen zählen:

  • Schulung aller Anwender zum sicheren Umgang mit Sauerstoff
  • Einweisung der Mitarbeitenden zur Lage und Bedienung von Sauerstoff-Notabsperrventilen auf jeder Station (für den Fall eines Feueralarms)
  • konsequentes Verbot von offenem Feuer und heißen Geräten in der unmittelbaren Umgebung
  • keine Verwendung von Cremes und Gelen, insbesondere auf Kohlenwasserstoffbasis
  • In Bereichen, wo anzunehmen ist, dass der Luftaustausch nicht wie erforderlich stattfindet, und insbesondere auf Intensivstationen sollte der Anstieg der Sauerstoffkonzentration Gegenstand einer Gefährdungsbeurteilung sein und entsprechende Maßnahmen vorgenommen werden.
  • Wenn das Lüftungssystem keinen ausreichenden Luftaustausch ermöglicht, ist eine zusätzliche Lüftung (z. B. durch Öffnen der Fenster) zu empfehlen, um eine Verteilung des Sauerstoffs im Stationsbereich oder in der „Nebenstation“ zu unterstützen. In diesem Fall sollte das Klinikpersonal ggf. mit persönlichen Sauerstoffmessgeräten ausgestattet werden.
  • Wenn Patientinnen und Patienten, die mit Sauerstoff behandelt werden, in einen Bereich verlegt werden, in dem das Risiko eines offenen Feuers besteht, sollten deren Kleidung und Bettzeug mindestens 15 Minuten „auslüften“, um überschüssigen Sauerstoff entweichen zu lassen.

Referenzen
EIGA Doc 04 Fire Hazards of Oxygen and Oxygen Enriched Atmospheres www.eiga.eu
EIGA Safety Leaflet O2 Hazard! Oxygen Enrichment www.eiga.eu
Safety information on oxygen enrichment is given in the EIGA eLearning on oxygen safety https://eiga.eu/publications/elearning

 

HAFTUNGSAUSSCHLUSSKLAUSEL
Alle technischen Veröffentlichungen der EIGA oder im Namen der EIGA einschließlich Verfahrensbestimmungen, Sicherheitsvorschriften und aller sonstiger technischer Informationen, die in den Veröffentlichungen enthalten sind, stammen aus Quellen, die als zuverlässig betrachtet werden, und basieren auf technischen Informationen und Erfahrungen, die zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung von EIGA-Mitgliedern und anderen erhältlich waren.
Zwar empfiehlt die EIGA ihren Mitgliedern die Bezugnahme auf ihre Veröffentlichungen oder deren Verwendung, aber die Bezugnahme auf EIGA-Veröffentlichungen oder deren Verwendung durch EIGA-Mitglieder oder Dritte ist rein freiwillig und nicht bindend. Daher übernehmen die EIGA und ihre Mitglieder keine Garantie für die Ergebnisse, und keine Haftung oder Verantwortung hinsichtlich der Bezugnahme auf Informationen oder Vorschläge, die in Veröffentlichungen der EIGA enthalten sind, oder deren Verwendung.
Die EIGA hat keinerlei Kontrolle über die Tauglichkeit oder Untauglichkeit, Fehldeutungen, korrekte oder falsche Verwendung von in EIGA-Veröffentlichungen enthaltenen Informationen oder Vorschlägen durch Personen oder Instanzen (einschließlich EIGA-Mitgliedern), und die EIGA schließt ausdrücklich jegliche Haftung in diesem Zusammenhang aus. EIGA-Veröffentlichungen werden regelmäßig überarbeitet, und den Anwendern wird dringend empfohlen, stets die aktuellste Version zu verwenden.

 

Sicherheitswarnung - sauerstoffangereicherte Luft in Gesundheitseinrichtungen

Kontaktformular Spezialgase

Kontaktformular Spezialgase

Nutzen Sie unser umfassendes Wissen rund um Spezialgase und Kalibriergase. Rufen Sie uns an unter +49 (0) 6196 7760-200 oder nutzen Sie dieses Kontaktformular.

Messer Kontaktformular

Formular

DE_Form_Kontaktformular SG allgemein Hubspot

Bei der Verarbeitung Ihrer Registrierung ist ein Fehler aufgetreten. Bitte überprüfen Sie die eingegebenen Informationen.
Durch Anklicken akzeptiere ich die Datenschutzrichtlinie der Messer Industriegase. Diese Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden.